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Wasserwacht Lindau rettet zwei unterkühlte Segler nach Kenterung auf dem Bodensee

Rettung27. Juli 20263 Min. LesezeitNils Neumann, Pressesprecher
Einsatzboot der Wasserwacht Lindau auf dem Bodensee
Wasserwacht Lindau, 26.07.2026

Ein mit zwei Personen besetzter Katamaran kenterte in der Bregenzer Bucht. Die Wasserwacht Lindau wurde am 26. Juli 2026 gegen 12:30 Uhr zum Hafen Zech alarmiert.

Ein vorbeifahrendes Motorboot nahm die beiden Segler zunächst auf. Weil der Wind den Katamaran weiter Richtung Ufer trieb und das Motorboot im flacher werdenden Wasser nicht mehr sicher manövrieren konnte, kehrten die Segler auf ihr Boot zurück und versuchten, es selbst aufzurichten. Die Wasserschutzpolizei liess daraufhin über die Integrierte Leitstelle die Wasserwacht alarmieren.

Fünf ehrenamtliche Einsatzkräfte rückten zuerst mit dem Motorrettungsboot «Seewolf» aus, wechselten während der Anfahrt aber auf die «Barracuda», die dank geringerem Tiefgang den flachen Uferbereich sicher erreichte.

Vor Ort waren die beiden Segler nach rund eineinhalb Stunden in Wind und Nässe deutlich unterkühlt und erschöpft. Der Katamaran wurde in den Hafen Zech geschleppt, die Segler dem Rettungsdienst übergeben. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

«Gerade auf dem Bodensee können Wind und Wassertemperatur auch im Sommer schnell zu einer gefährlichen Situation führen. Wer kentert, sollte frühzeitig Hilfe anfordern.»
Marco Liessem, Einsatzleiter der Wasserwacht Lindau

Pressesprecher Nils Neumann verweist auf das gute Zusammenspiel von Wasserschutzpolizei, Wasserwacht und Rettungsdienst — und darauf, wie schnell aus einer beherrschbaren Lage eine medizinische Notlage werden kann.

Quelle

Zusammenfassung der Meldung von Kreiswasserwacht Lindau, Bayerisches Rotes Kreuz. Erschienen auf Bodensee-News am 27. Juli 2026.

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